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Unternehmen des „Direct-to-home“-Marketingkonzeptes via Internet

„Wenn das Thema nicht so anstößig wäre, würde die Pornoindustrie öffentlich gepriesen, weil sie neue Technologien schnell und erfolgreich entwickelt, aufgreift und verbreitet“

Jonathan Coopersmith, Historiker an der Texas A&M University

Zu den Onlinetechniken, die zuerst von der Sexindustrie genutzt und bis zur Marktfähigkeit weiterentwickelt wurden gehören sichere Bezahlsysteme und dementsprechenden Distributionswege wie Video-on-Demand, reversible, elektronische Wasserzeichen auf Fotos für das Copyright, die Streamingtechnologie – das Übertragen und gleichzeitige Abspielen von Filmen über das Netz, welches die Vermarkung mittels des Pay-per-View-Verfahrens ermöglichte, sowie Videokonferenzen über den Computer. Damit ein Videostream in DVD-Qualität wiedergegeben werden kann, muss die Breitband-Internet-Verbindung mindestens ein Volumen von 1Megabit pro Sekunde transportieren können. Da DSL-.Verbindungen erst seit den letzten Jahren größeren Konsumentenkreisen zur Verfügung stehen, war man vorher darauf angewiesen die Verbindungsgeschwindigkeit und Art des Kundencomputers festzustellen und je nach Geschwindigkeit die Anzahl der Frames des Filmes zu reduzieren. Dies führte zwar zu klar erkennbaren Qualitätsverlusten, stellte aber in den meisten Fällen sicher das der Stream noch als Film rezipiert werden konnte. “Gamelink” aus San Francisco, Bestandteil des „National-1“-Holdings, war eine der ersten Firmen, die 1997 einen Film(„Sin City: The Movie“), in voller Länge, als Stream per On-Demand im Internet vermarkteten.

Gamelink bot 2001 über die Webseiten „sincityvod.com“ und “gamelink.com”  über 1000 Videos per On-Demand an und hatte für 3000 weitere die Lizenz.  Die Firma nutzt den „Media Player“ von Microsoft um seine Filme für das Web zu codieren. Inzwischen werden über diese beiden Webseiten neben Sextoys und Lederutensilien über 100.000 pornographische Filme vermarktet, mit wachsender Anzahl auch über das pay-per.view-Verfahren und kompartibel für den i-Pod. Die Muttergesellschaft von Gamelink ist die „National A-1 Advertising”, eines der 3 Top-Unternehmen im Bereich der Telefonunterhaltungbranche. Die in Philadelphia beheimatete „National A-1“, gilt als einer der größten AudioText Company in den USA und wurde 1990 gegründet und beschäftigte 2003 ca. 225 Mitarbeiter, von denen über die Hälfte im Segment des Telefonsex arbeiten, der inzwischen zunehmend automatisiert wird. Zu den Angeboten gehören ortsgebundene, auf Kleinanzeigen basierende Telefonsexdienste in 23 Städten, ca. dreiviertel des gesamten Service werden aber von landesweiten Kontakttelefonangeboten bestimmt. Die zum Unternehmen gehörige „Bridge Interactive“ ist eine Art Servicebüro, welches wie eine Art Partnerprogramm für das Telefonsex-Business funktioniert. 1996 expandierte « National A-1 » in die Internetbranche mit dem Start up regulärer Internetseiten, wie z.b. „free.com“. Mit „Singles.com“ folgte der Aufbau einer Gruppe von Internetkontaktbörsen, die später auch Webseiten wie „KinkySingles“ und „Spanking.com“ umfasste und die von mehr als einer halben Million User frequentiert wurden.(2003)  Das Unternehmen investierte über $2Millionen in den Aufkauf von Domain-Namen wie „girls.com“, „teens.com“ und „Spanking.com“, die ein erfolgsversprechendes Listening bei den Suchmaschinen und einen dementsprechenden Traffic versprachen. Das Affiliate-Programm „cash.com” wurde erst 2002 und damit verhältnismäßig spät gestartet.

Richard Cohen, Mitbesitzer von „National A-1“, die auch die Webseiten „VOD.com“ (VideoOnDemand.com) und „Celebrities.com“ betreibt, ist Präsident des 2003 gegründeten Tochterunternehmens „HotMovies.com“. Die Firma adaptierte die „pay-per-minute“- Technologie, die ursprünglich beim Telefonieren und bei dem virtuellen Chat eingesetzt wurde, für das Internet. Abgerechnet wird auf minutenbasis, bzw. nach festgesetzten Zeitkontigenten Ein Großteil der angebotenen Filme wurde von kleineren Firmen und von Amateuren produziert, welche überwiegend Nischen wie z.b. Bondage und Golden Shower abdecken. Über die Webseite „Cash.net“ haben Amateure die Möglichkeit ihre Filme bei Hotmovies einzustellen und werden dann prozentual – je nach dem Traffic den sie erzielen – beteiligt.HotMovies.com bietet den Usern eine Bibliothek von 32.000 Filmen von mehr als 900 verschiedenen Studios und kodiert die Filme inzwischen auf 1MB.(2006) Hot Movies trat u.a. als Sponsor des „Australian Adult Industrie Awards“ auf.

Quelle: AVN-Online, “HotMovies.com: Burning Up The Net”,  01-01-2006

Das “Adult Entertainment Broadband Network(AEBN)” wurde im Mai 2000 von Scott Coffman mit Hilfe verschiedener Investoren und einem angenommenen Startkapital von $800.000 gegründet. Den größten Kostenfaktor wurden durch die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Computerhardware und -Verbindungen – bedingt durch die Notwendigkeit hoher Speicherkapazitäten und Bandbreite – gestellt. Anstelle die Filmrechte einzukaufen, wendete AEBN die gleiche Geschäftsstrategie wie der Video-Verleih „Blockbuster“ an. Er versprach Inhabern von Filmrechten und Produzenten eine ca. 20% Umsatzbeteiligung an dem Ertrag des Filmtitels über das VoD-Geschäft. Eines der ersten Unternehmen, die sich auf diesen Geschäftskontrakt einließen, waren Adam & Eve.  Inzwischen hat sich AEBN zum Marktführer im Segment der Video-on-Demand(VoD) und Pay-per-View(PpV)- Anbieter entwickelt. AEBN bietet tausende von pornographischen Filmen von mehr als 600 verschiedenen Studios an und baut sein Angebot kontinuierlich aus. Neben regulären Hardcore-Filmen stellt der Gay-Markt eine wichtige Komponente für AEBN dar. Das Unternehmen beschäftigte Anfang 2003 65 Mitarbeiter. 2001 bot AEBN mehr als 2000 Videos an, die als Plug-In das Real Player-System benötigen. (wie auch die ca. 500 Filme von Vivid zu diesem Zeitpunkt) Ansonsten vertreten AEBN und Vivid allerdings zwei verschiedene Geschäftsmodelle: während Vivid das Standardpreis-Modell für seine Filme verwendetet und den Zugang nur für Mitglieder der kostenpflichtigen Webseiten (39,99$ pro Monat) ermöglichte, können die User bei AEBN Zeitkontigente einkaufen (60 Minuten für 8,95$) und haben damit theoretisch Zugang zu allen angebotenen Videos von AEBN. Das heißt sie können 2 Minuten in einen Film reinschauen, 5 Minuten in den nächsten, oder wenn der Film ihren persönlichen Geschmack entspricht, sich den ganzen Film am Stück ansehen. Inzwischen hat AEBN mit „Xobile“ sein Angebot für Handys und Mobilfunk-Geräte verfügbar gemacht und auf über 30 neue Studios erweitert, darunter „H2 Video“ und „Sin City“ und deutsche Studios, wie „GRM Gerd Roembke“ und „MMV“. AEBN hat 2006 über seine Webseite TossOffMedia.com „PornoTube“ gestartet. Ein Pendant zur populären YouTube-Webseite, die es Usern ermöglicht ihre eigenen Amateurvideos zu veröffentlichen. Bei YouTube ist es den Usern ausdrücklich verboten pornographische Inhalte zu posten. PornoTube füllt diese Lücke und bietet den Nutzern ein ähnliches Design und Funktionalität wie die bekannte Video-Plattform. Man kann die einzelnen Filme nach speziellen Themen taggen, Favoriten-Listen erstellen und die verschiedenen Uploads bewerten, nur die Möglichkeit einzelne Filme zu kommentieren wurde bei PornoTube inzwischen wieder ausgeschaltet. Das TossOffMedia-Netzwerk bietet neben PornoTube 20 weitere Webseiten und ein integrierten Partnerprogramm für Webmaster und offenbart in seinem Angebotsspektrum ein modernes Marketingkonzept, welches von erotischer Literatur (www.lustylibrary), , Informationen und Kommentare aus der Sexindustrie (www.eyeonadult), einem Netzwerkportal für Fans und Industrie (www.xpeeps) bis zu einer Anzahl von Webseiten, die die populären Nischensegmente abdecken.

Mark Kreloff ist der Präsident und neben Michael Weiner einer der Gründer von „New Frontier Media„, einer an der NASDAQ notierten Aktiengesellschaft. Seit der Etablierung der Breitband-Technologie, die es Konsumenten ermöglicht Videofilme zu downloaden und auf dem Computer anzuschauen, hat sich die Bereitschaft von regulären Großunternehmen und seriösen Kapitalanlegern in die politisch umstrittene Sexindustrie  zu investieren deutlich erhöht. So befinden sich 16% des Aktienkapitals von „New Frontier Media“ im Besitz der Oppenheimer- und Vanguard-Investmentfonds. Das Unternehmen wurde bereits 1988 im Staat Colorado gegründet und 1995 zusammen mit einer Namensänderung zu „New Frontier Media“ in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.1998 übernahm New Frontier Media die „Fifth Dimension Communications”(Barbados) mit der Tochterfirma „Colorado Satellite Broadcasting” mit den Kanälen “Extasy », « True Blue » und  « X-Cubed ». “Exxxtasy”, 1990 gegründet, war einer der ersten Adult-TV-Kanäle, der expliziteres Material anbot als Playboy TV und Spice TV zu dieser Zeit.  Mitte der 1990er betrieb das Unternehmen bereits 6 pornographische Kanäle in den USA. Die „New Frontier Media“ gründete mit der Übernahme gleichzeitig drei weitere Netzwerke, die speziell auf Kabel-TV-Operateure ausgerichtet waren : „The Erotic Network“ (TeN) („TEN.com“ bezieht Material von über 50 Studios und verfügt über eine Bibliothek von über 10.000 Adult-Filmen), „Pleasure“ und „Erotic Television Clips »(ETC) und ging als Aktiengesellschaft an die NASDAQ.  Mit dieser Übernahme war New Frontier Media zu einem der führenden Anbieter im pornographischen Satelliten- und Kabel-TV-Geschäft geworden. Im Juli 1999 übernahm New Frontier Media die Lizenzrechte an der Film-, Video- und Photo-Bibliothek von „Metro Global Media“ mit über 3000 Filmtiteln und einem mit auf mehreren Millionen bezifferten Photoarchiv.

Cranston, R.I.`s  Metro Global Media (Rhode Island), ein Produzent und Händler von pornographischen Videos und DVD`s soll laut Forbes 1998 einen Umsatz von 34 Millionen Dollar erzielt haben. MGM produzierte und distributierte jährlich 42 pornographische Filme und publizierte 13 Adult-Magazine und hielt die Rechte an mehr als 4000 Filmtiteln. Das Unternehmen hatte im Jahr 2001 im Vergleich zu den vorherigen Jahresbilanzen, bei einem Jahresumsatz von $25,4 Millionen, $5,2 Millionen Verlust gemacht.

Oktober 1999 setzte das Unternehmen mit der Übernahme von Interactive Gallery, Inc. („IGallery“), InteractiveTelecom Network, Inc. („ITN“) and Card Transactions, Inc. („CTI“) seinen Expansionskurs fort. Die Internetunternehmungen des Holdings verfügen seitdem mit „Card.com“ über einen eigenen e-commerce-Dienstleister.

„iGallery“ wurde 1996 von den gleichen Betreibern wie von „Cafe Flesh“ und „Barely 18 Live“ gegründet. „iGallery“  betreibt einige der größten Porno-Domains im Internet wie „Pussy.com“, „Blowjobs.com“ und „Tits.com“ und bietet Partnerprogramme und Content für Webmaster an. „New Frontier Media“ besaß daraufhin mehr als 1300 Internet-Domains die Traffic zu ihren 27 e-commerce-Seiten generierten, über die sexuell explizite Photos und Videos vermarktet wurden Im folgenden Jahr machte das Unternehmen vor der Steuer $5.2 Millionen Gewinn, bei einem Gesamtumsatz von $48 Millionen, wobei $30 Millionen aus den Internetunternehmungen von „New Frontier Media“ stammten. 2000 wurde eine Geschäftsvereinbarung mit „iN DEMAND“ über die Distribution der Filme des „Pleasure“-Netzwerkes geschlossen, in deren Konsequenz „Pleasure“ von über 2,7 Millionen US-Haushalten empfangen werden konnte. „iN DEMAND” ist eines der führenden “Pay-per-View”-Netzwerke in den USA und bietet auf über 60 Kanälen ein Angebot von Sport, Unterhaltung, Hoolywood- und Independent-Filmen an. Zu den Hauptaktionären gehören u.a. „AT&T Broadband“, „Time Warner“, “Comcast Programming Ventures”und “Cox Communications”.

2002 schloss „New Frontier Media” einen Vertrag mit „On Command“ über die Distribution von Pornofilmen ab, der landesweit fast 900.000 Hotelzimmer umfasste. Der Playboykonzern, der früher den Kabel-TV-Sexmarkt dominierte, hat inzwischen viele Kunden an Firmen wie der „New Frontier Media Inc.“ verloren, die deutlich expliziteres Material anbieten. New Frontier Media bietet monatlich 135 pornographische Filme an, darunter 20 Premieren, die über verschiedene Kanäle wie „Extasy, True Blue und X-Cubed“ gesendet  – und von allen großen Kabel- und Satellit-Companies  verbreitet werden. 2003 beschäftigte das Unternehmen 130 Mitarbeiter. Im gleichen Jahr wurde ein Kooperationsvertrag mit der Larry Flint Publication Inc. geschlossen und Hustler TV gegründet, das zuerst in Kanada und ab 2004 in den USA über das Netzwerk von “TEN Broadcasting” zu empfangen war. “TEN Broadcasting” (X Broadcasting) ist Kanada’s größtes Pay TV- Unternehmen und Bestandteil des New Frontier Media-Holdings. Das Unternehmen liefert die Logistik für die Sex-Kanäle „Hustler TV“, „Red Light District TV“ und „Vixxxen TV“ und bietet pornographische Inhalte über Kabel-, Wireless- und „direct-to-home”-Systeme an und kombiniert die neue Distributionstechnologie für die technischen Plattformen Internet, Satelliten- und Kabel-TV, sowie Mobil-Telefon.

New Frontier Media hat in dem Zeitraum zwischen ihrer Gründung 1998 bis Ende 2006 in über 60 Millionen Haushalten, die an Kabelnetzwerke angeschlossen sind, den Service des ehemaligen Marktführers Playboy TV ersetzt und dem Holding inzwischen den Rang abgelaufen. September 2006 hat die New Frontier Media über sein Tochterunternehmen The Erotic Networks(„TEN“) zur Aufstockung ihres Programmangebotes einen weitreichenden Kooperationsvertrag mit dem Studio Digital Playground abgeschlossen. Dieser ermöglicht TEN den Zugriff auf die Filmbibliothek von Digital Playground und gestattet exklusiv die Zusammenarbeit mit den bekannten Pornofilmstars, die bei DP unter Vertrag stehen zum Zwecke der Internet- und Event-Promotion.

Wanted List“ ist ein Online-Verleih für pornographische Videos mit 25.000 eingeschriebenen Mitgliedern und wurde 2001 von Danny Ting und Anh Tran gegründet. In den letzten Jahren hat das Unternehmen verschiedene Konkurrenten wie „FlickSmart“ und „Rentflixxx“ aufgekauft und als ein bedeutender Zuwachs für die Firma, die dementsprechende Logistik von VTO, mit „Video Takeout“ und „Flick Central“ übernommen. „Wanted List“ betreibt erfolgreiche Marketingkampagnen mit interaktiven Elementen, wo beispielsweise teilnehmende User die Möglichkeit haben über Gewinnspiele bei einem Pornofilm des Studios „Madness Pictures“ Regie zu führen oder Ratespiele, wo Großaufnahmen der Vulva den dementsprechenden Pornostars zugeordnet werden müssen. Durch eine Werbestrategie, die weitgehend auf Hardcore-Elemente verzichtet, ist es der Firma gelungen Anzeigen und Artikel in Mainstream-Magazinen wie „Wired“, „Stuff“ und „Coed“ zu schalten und ein zunehmendes weibliches Klientel zu ihren Kundenkreisen hinzuzugewinnen.

VideoSecrets“ auch als „VS Media“ bekannt, wurde 1995 von  Greg Clayman und Constantine Tsiamis gegründet und bietet interaktiven Live-Content an. Das Flagschiff des Unternehmens ist die Webseite „flirt4free.com“, die Live-Chats und Shows mit Text, Audio und Video-Interfaces anbietet. Viele dieser Chaträume bieten die Möglichkeit von user-kontrollierten Webcams, mit einer Auswahl an verschiedenen Einstellungen, Zooms und Winkel an. „Flirt 4 Free“ bietet eine Auswahl von über 100 weiblichen wie männlichen Modellen im annäherend ausgeglichenen Verhältnis, darunter exklusive Pornostars wie Ron Jeremy, Tera Patrick, Jenna Jameson und Gina Lynn, die „Vivid Girls“ und die „Falcon guys“. „VS Media“ unterhält Geschäftskontrakte mit Studios in mehr als 30 Ländern, die die Verträge mit den einzelnen Modellen abschließen. Über „VSContent.com“ bietet das Unternehmen exklusives Material für Adult-Webmaster an. In der Zukunft will „VS Media“ auf den asiatischen und indischen Markt expandieren und arbeitet an strategischen Allianzen, die neue Vermarkungsmöglichkeiten im Bereich Mobile Media und Video-on-Demand erschließen sollen. So geht es um die Implementation von Technologien die es ermöglichen die Live-Chat-Angebote in Hotelräumen zu empfangen und um die Kombination von Livechats- und Shows bei gleichzeitigen Marketing der Filme der betreffenden Stars.

Red Light District Video” ist ein kalifornisches  pornographisches Filmstudio, welches führend im Bereich des sogenannten “Gonzo Adult Entertainment” ist. Es wurde 2002 von den Brüdern Dion und David Joseph gegründet. Ab 2004, nach dem Weggang von Dion, entwickelte sich die Unternehmensstrategie weg von dem Produzent/Regisseur-Eigentumsmodell und Red Light District kaufte zunehmend Lizenzrechte weiterer Pornofilme auf und positionierte sich so als qualitativer Provider auf dem neuen PayTV, VOD und PPV-Märkten. Die Firma erzielte einen nicht unbeträchtlichen Gewinnzuwachs  und eine große Popularität, nachdem es ihr gelungen war die Rechte an dem „Paris Hilton Sex Tape“ zu erwerben. Laut der New York Times soll die DVD über 600.000 mal verkauft worden sein.

Bei dem Film handelt es sich um Aufnahmen expliziter Bettszenen, die von dem früheren Freund von Hilton aufgenommen wurden und für den privaten Gebrauch bestimmt waren. Der Video kursierte in etlichen Downloadbörsen, war Thema Nr.1 in vielen Internetboards und generierte einen Traffic, das viele Provider zeitweise überlastet waren. Paris Hilton, Mitglied des Jet-Sets und sogenannten Party-Adels ging ihrerseits nicht juristisch gegen die Verbreitung des Films vor und soll an der Vermarktung sogar finanziell beteiligt gewesen sein. Die daraus erwachsene Popularität brachte sie auf die Titelseite des Magazins „Vanity Fair“ und verschaffte ihre eine Berühmtheit ähnlich der von Hollywood-Stars aus der u.a. Verträge mit Parfümfirmen und eine Biographie resultierten.

2005 hat “Red Light District” zusammen mit „Platinum X Pictures”, deren Geschäftsführer ebenfalls David Joseph ist, ein spezielles Einfärbungsverfahren von DVD`s  kombiniert mit einem Verpackungsdesign lizenziert, was es vereinfachen soll  juristisch gegen das illegale Kopieren und Vermarkten ihrer Filme vorzugehen. Die Firma drohte in diesen Zusammenhang eine stringente juristische Vorgehensweise an und setzte die Summe von $100.000 zur Belohnung auf Hinweise aus, die zur Ergreifung von maßgeblichen Raubkopierern führen. Anfang 2006 kam als dritte Firma der Unternehmensgruppe „iPorns“ hinzu. „iPorns“ mit der Namensassoziation zu „ipod“ ist ein Contentanbieter für tragbare Medien und bietet auf ihrer Webseite Teile der Filmbibliothek von Red Light Distrikt in kompartiblen Formaten zum Download an.

Webmaster Central“ ist ein Content Provider der sich auf Video-Streaming spezialisiert hat. Das Unternehmen bedient laut dem Präsidenten des 2001 gegründeten Unternehmens,  Andy Alvarez, überwiegend das vielfältige Nischensegmet von Gay, Fetisch und BDSM mit über 65 verschiedenen Angeboten. Vor allem im Gay-Segment hat sich  „Webmaster Central“ nach dem Geschäftskontrakt mit „Legend Video“ zu einem wichtigen Anbieter entwickelt, der Majors dieser Industrie, wie „Penthouse“, „CyberErotica“, „SilverCash“ und „TopBucks“  mit Material beliefert. Die Firma beschäftigt 9 Festangestellte in ihrer Zentrale in Tampa, Florida und jeweils 3 weitere in zwei Unternehmen der Satellitenbranche in Los Angeles und Kanada.

amerikanische Adult-Channels:  http://www.birds-eye.net/directory/channels/adult.htm

„Vorsprung durch Porno“ , Christopher Schrader, 13.02.2006
http://www.sueddeutsche.de/wissen/special/921/43878/index.html/wissen/artikel/76/70006/article.html

How Big Is Porn?   Dan Ackman, Forbes.com, 05.25.01

Weissbuch der “Free Speech Coalition” 2005/   http://www.freespeechcoalition.com/whitepaper05.htm

http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/porn/


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