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Unternehmen der Film- und Videobranche

Vivid`s“ Firmenname hat in den spezifischen Branchen weltweit eine Reputanz und hat das Starsystem von Hollywood für die Adult-Branche adaptiert. In seiner Produktlinie repräsentiert Vivid den Mainstream pornographischer Produktionen. Laut Forbes soll die Vivid Entertainment Group inzwischen einen jährlichen Umsatz von 100 Millionen Dollar erzielen, wobei der Verkauf von DVD`s der Hauptumsatzträger ist. Das Internetgeschäft des Unternehmens, vor allem in Hinblick auf Video-on-Demand stellt allerdings das am schnell wachsendste Segment dar. „Vivid“ hat stark auf den internationalen Märkten expandiert, vor allem in den überseeischen Mobile Markt. „Vivid Entertainment“ soll im Jahr ca. 80 Filmproduktionen auswerfen, die als VHS oder DVD über Mailvertrieb und in Sexshops verkauft werden, außerdem erfolgt eine Vermarktung über Internetseiten. „Vivid“ betreibt ihr Geschäft nicht nur in den USA, sondern noch in 30 weiteren Ländern. Vivid vertrieb seine Produkte über 3 Fernseh-Kabelnetzwerke mit ca. 40 Millionen Endverbrauchern, verkaufte seine Anteile Ende der 80er Jahre an den Playboy-Konzern, erwarb diese aber kurze Zeit später wieder zurück um sie nach dem Einstieg von AT&T Comp. nochmals an die Playboy Enterprises zu verkaufen.

Einer der Besitzer und Gründer von Vivid ist Steve Hirsch – und seine ältere Schwester Marci Hirsch und David James (ehemals „Cal Vista“). Die beiden Geschwister arbeiteten bereits im Pornogeschäft ihres Vaters in Los Angeles, in welchem dieser seit 1972 aktiv war, namentlich die 8mm-Film-Gesellschaft „Sunrise International Distr.“ und mit dem Aufkommen von Video, die „Adult Video Corporation (AVC)“ . Steve Hirsch verließ 1981 das Geschäft seines Vaters und arbeitete bei dem Pornoproduzenten „Cal Vista“, wo er mit David Jones zusammentraf. Beide entschlossen sich eine Firma zu gründen und produzierten ab 1984 eigene Filme. Vivid ist mit den Themen ihrer Produktionen in der „soften“ Ecke des Hardcorespektrums angesiedelt. Vivid beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter und gehört inzwischen zu den Majors der us-amerikanischen Sexindustrie. Die Firma hatte 1998 einen Umsatz von 35 Millionen Dollar, 1999 bereits 70 Millionen und im Jahr 2000  90 Millionen – mit steigender Tendenz.. Vivid bezieht wie keine andere Firma, einen Großteil ihres Einkommens durch die Vermarktung ihrer Produkte via Kabelnetze. Die Filmproduktionen wurden teilweise auf 16mm realisiert, wobei auf ein qualitativ hochwertiges Setting, dementsprechende Darsteller und eine stimmige Filmhandlung Wert gelegt wird. Jede dieser Filmproduktionen soll ein Budget von ca. 100 000$ haben.

Vivid produzierte 80% des Contents für den „Playboy Channel“ und startete 1999 ihr eigenes Internetunternehmen, welches bereits im Jahr 2000 mit 40 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz beitrug. Vivid betrieb eigene Kabel-TV-Sender wie „Spice Hot Cable TV“, „Hot Network“ und „Hot Zone“ und erreichte mit ihnen bereits 1999 ca. 30 Millionen US-Haushalte. Ein weiterer Durchbruch gelang Vivid im Jahr 2000, als sich der multinationale Konzern „AT&T Corp.“ entschloss das Programm von „Hot Network“ über ihre Kabelnetzwerke anzubieten. Bereits im Jahr 2000 wurden die Produktionen von Vivid über Kabelnetzwerke in ca. 40 Ländern angeboten. Diesbezüglich bestanden spezielle Verträge mit „Playboy Enterprises“, „Vivendi SA`s Canal Plus“* und der zu dieser Zeit noch solventen „Kirch Media Kg“ in Deutschland.

*Der französische Konzern „Vivendi S.A“, bzw. „Vivendi Universal S.A.“ war 2000 unter dem Managment von Jean-Marie Messier zu einem der weltweit führenden Medienkonzerne aufgestiegen. Aufgrund einer verfehlten Geschäftspolitik und eines ungebremsten Aquisitionskurses entstand eine Schuldenlast von 20 Billionen Dollar, was 2002 zu einem Börsencrash der Vivendi-Aktie führte und zu einer Abkehr von der Weltkonzern-Strategie von Vivendi. Das Unternehmen will sich in Zukunft auf den französischen Markt konzentrieren – mit dem Schwerpunkten Telekommunikation (Cegetel (Vodafone Group), Maroc Télécom) und Fernsehen (Canal Plus), sowie Universal Music  Die us-amerikanische Sparte „Vivendi Universal Entertainment (VUE)“ wurde an NBC verkauft.

Im gleichen Zeitraum startete Vivid die Sub-Labels „Vivid Raw“ und „Vivid Extreme“. Der Versuch sich mit „Vivid Raw“ in dem sogenannten „Gonzo“-Segment zu etablieren, wurde allerdings wieder aufgegeben. Stattdessen startete 2006 das neue Label „Vivid Alt“ um in das kommerziell erfolgreiche AlternaPorn-Genre zu expandieren. Seit 1998 ließen Vivid, VCA und viele andere Pornoproduzenten wegen der Infektionsgefahr ihrer Darsteller in puncto Aids und wegen der beispielhaften Wirkung auf die Zuschauer, ihre Filmakteure den Geschlechtsverkehr ausschließlich nur noch mit Kondomen vollziehen. Seit 2006 wird der Kondomgebrauch bei Vivid Entertainment allerdings nicht mehr zwingend vorgeschrieben, sondern nur noch optional gehandhabt. Playboy TV hat inzwischen über 10 Folgen der Serie „Vivid Valley“ ausgestrahlt, die einen Einblick in die „Multibillion Dollar Adult Film Industry“ bietet. Die Produzenten zeichnen den Erfolgsweg der Produktionsfirma „Vivid“ nach und begleiten die Darstellerinnen von ihren öffentlichen Auftritten bis in ihr Privatleben. Interviews mit Steven Hirsch und weiteren Mitarbeitern der Firma runden das Bild ab. Seit April 2006 bietet Vivid über den „All Adult Channel” optional an Pornofilme via Download zu kaufen, die dann auf DVD gebrannt werden können. Der Gang zu einem Geschäft oder der Postversand werden damit überflüssig. Möglich geworden ist diese neue Distributionsmethode durch Innovationen in der DRM (Digital Rights Management)- und Brenner-Software. Durch diese Veränderungen kann der heruntergeladene File nur ein einziges Mal auf DVD gebrannt werden.

http://en.wikipedia.org/wiki/Vivid_Entertainment

Eine weitere große US-Video-Produktionsfirma war die ”Video Corporation of America/ VCA“. 1996 soll sie einen Umsatz von 20 Millionen Dollar verbucht haben und ließ ca. 85% ihrer Hardcore-Produktionen über die Kabelnetze vermarkten. Der Präsident von VCA, Russel Hampshire gründete die Firma mit Walter Gernert bereits 1978. Zuerst beschränkten sie sich darauf Filmrechte zu erwerben und diese dann auf Video zu überspielen und zu vermarkten. Im Rahmen der Miporn-Untersuchung wurde Russel Hampshire angeklagt, schlussendlich aber nur wegen Copyright-Verletzung verurteilt. 1982, nach dem Ende des Miporn-Prozesses ging VCA zur Produktion von Videofilmen über. Der internationale Versand und die Lizenzrechte wurden von der autonomen Firma „Antigua“ gemanagt  VCA`s „Track Tech“ galt als eines der größten und modernsten Videokopierwerke, innerhalb der US-Pornoindustrie. VCA hatte 1996 150 reguläre Mitarbeiter. 1997 wurde das Internetunternehmen von VCA unter den Namen „Babenet“ mit Sitz in Chatsworth/Kalifornien gestartet. Babenet galt lange Zeit als einer der führenden Contentprovider für Pornographie mit der populären gleichnamigen Webseite. Babenet.com war Bestandteil eines größeren Konglomerats von Internetunternehmen zu denen unter anderem „GoHip.com“ und „Alchemy Communications“ gehörten. 2003 hatte Babenet Probleme mit ihren Kreditkartenprozessor was zu verzögerten, bzw. nicht erfolgten Auszahlungen an die Adultwebmaster, die an dem Affiliateprogramm partizipierten, führte. Im gleichen Jahr ging Babenet.com bankrott. VCA wurde 2003 von der Larry Flint Publishing Inc aufgekauft, wobei es bei der Geschäftsabwicklung zu Unstimmigkeiten kam, da die Lizenzrechte für die Internetvermarktung des Materials von VCA vorher an eine Firma von Babenet, die „Internetfuel“ übertragen worden waren, die nicht Bestandteil der Unternehmensübernahme waren.

Der Filmproduzent „VCX“ ist vor allem durch seine klassischen Produktionen aus der Zeit des „Golden Age of Porn“ – den 70er Jahren – bekannt und galt bis in 80er Jahre als eine der großen Film-, bzw. Videocompanys im Pornobusiness. Nach einem Besitzerwechsel  Mitte der 80er Jahre wurde dazu übergegangen rechtlich bedenkliches Material, Szenen die Golden Shower, Fisting, Vergewaltigung, Inzest oder Sex mit Kindern beinhalteten, aus den aktuellen Verkaufs- und Verleihversionen der Filme herauszuschneiden. „VCX“ hält die Filmrechte an über 250 klassischen Titeln, die überarbeitet, als DVD und Video-Stream vermarktet werden. Ihr Katalog beinhaltet außerdem viele Titel größerer Studios und bietet insgesamt über 1500 pornographische Filme an. Das Warenhaus und die Produktionsstätten von „VCX“ liegen in Las Vegas, Nevada.

SBO Pictures Inc., besser bekannt als „Wicked Pictures“, wurde 1993 von Steve Orenstein gegründet und verschaffte sich durch die Produktion von qualitativ hochwertigen Pornovideos schnell ein dementsprechendes Image in der Branche. In den letzten Jahren wurde Wicked Pictures  wegen ihrer Produktion hochwertigen Contents  viele der von der AVN vergebenen Awards zugesprochen. „Wicked“ wird in den Medien in einem Atemzug mit den Majors Vivid und VCA genannt, obwohl es sich um ein kleines Unternehmen handelt. Die Firma hatte 1996, nach ihrem kommerziellen Durchbruch in der Branche, gerade mal ihre Lagerkapazität verdoppelt und die Anzahl ihrer Angestellten von 3 auf 6 erhöht. Anfang 2000 gelang mit dem Tochterunternehmen „Wicked Interactive“ der Start-up in das Internet, der sich im Rahmen einer Werbekampagne und Partnerprogrammen für Adult-Webmaster mit den Webseiten WickedCasino und Wicked-E-mail sehr erfolgreich entwickelte. WickedCasino war eine Online-Gambling-Seite, die Webmaster kostenlos zu ihrer eigenen Seite hinzufügen konnten. User konnten dort im Spiel Preise wie DVD-Player oder Mitgliedschaften zu anderen Pornoseiten gewinnen. 2000 soll diese Seite zeitweise einen Traffic von mehr als eine Million Besucher monatlich aufgewiesen haben. Wicked email war speziell auf die Werbung via e-Mail ausgerichtet. Die Seite warb damit, das Surfer jeden Tag ein Photo aus den Archiven von Wicked  über ihre e-mail empfangen können. Webmaster die sich an diesem Programm beteiligten, bekamen eine Bannerwerbung in ihre e-Mail, die es ihnen erlaubte ihre Kunden täglich zu bewerben.. Die Seite wies 2000 ebenfalls einen überproportionalen Traffic auf.  Zusammen mit dem E-commerce- und Media-Dienstleister „DHD Media“ konzipierte Wicked Pictures ab 2002 ihren Internetauftritt neu. Der Content wird über die eigenen Webseiten und über Kabel und Satellitenkanäle per pay-per-view vermarktet. Unter den Label „Wicked“ werden außerdem eine Reihe von Sex-Toys, erotischer Figuren und Handys hergestellt. Das Unternehmen hatte 2000 einen Umsatz von über $2 Mill. und beschäftigte ca. 30 Mitarbeiter.

Quelle: AVN-Online, “Wicked Interactive: Reinventing Adult Entertainment Online”   6-1-2000

Pure Play Media” ist ein Zusammenschluss verschiedener unabhängiger Filmstudios und Produzenten mit einem gemeinsamen Distributions-Netzwerk mit Sitz in Kalifornien. Der Geschäftsführer ist Richard Arnold, ein langjähriger kanadischer Videohändler, der außerdem bereits 2 Jahre lang als Präsident von „Private North America“ fungierte. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten 2002 „Ninn Worx“, „Seymore Butts“ und die „Score Group of Florida“. In den nächsten 2 Jahren kamen „Suze Randall“, die „Simon Wolf Productions“ und „Danni Ashe“ hinzu. Jede der einzelnen Firmen behält unter dem Dach von „Pure Play Media“, die in erster Linie als Marketing- und Verkaufsinstrument dient,  ihre bekannte Cooperate Identity bei und haben eigene Kunst- und Design-Abteilungen
.
„Ninn Worx“ ist die Filmproduktion von Michael Ninn. Ninn gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Filmemacher in diesem Bereich und hat seit dem Beginn seiner Karriere 1992 und seiner Arbeit für die Firmen VCA, PlayboyTV und Private über 50 AVN-Awards verliehen bekommen. Michael Ninn beendete allerdings nach drei Jahren Zusammenarbeit Anfang 2006 seine Zusammenarbeit mit „Pure Play Media“.

Adam Glasser alias Seymore Butts ist ebenfalls ein bekannter Filmemacher mit über 70 eigenen und oft prämierten Produktionen, u.a. ist er der Star der Reality-TV-Show „Family Business“, die von einen ganz normalen Mann handelt der versucht sein Auskommen in der Adult-Film-Industrie zu machen. Die Serie hat allein in den USA über 2 Millionen Zuschauer.

Die Webseite “Danni’s Hard Drive” mit dem Webmaster-Programm “Danni’s Cash” ist einer der Veteranen im Internet-Gewerbe und existiert seit 1994. Das Geschäftsmodell funktioniert über einen ständig aufgefrischten Content an Photos und Videos, die zum freien Download zur Verfügung stehen und Links die zu anderen Webseiten weiterführen. Danni Ashe, eine ehemalige Stripperin und Nacktmodell, war eine der ersten Frauen die sich mit dem Start-up ihrer Webseite „Danni’s Hard Drive“  erfolgreich in der Internetpornographie etabliert hatte. Die Webseite entwickelte sich schnell zu einer kompletten digitalen Produktions- und Sendereinrichtung, die es ihr ermöglichte unabhängig Videos über ihre Webseite zu vermarkten. Die Webseite hatte 2000/1 täglich bis zu 33.000 Besucher und 29.000 zahlende Mitglieder ($24,95 monatlich). Das Unternehmen hatte 2001 einen Gesamtumsatz von $8 Millionen und beschäftigte 50 Mitarbeiter.

Die „Score Group“ hat sich auf die Nische-Produktionen “big-breast” spezialisiert, Suze Randall vermarktet ihre klassischen Titel aus den 80er Jahren und ihre neueren Produktionen. Neben der „Simon Wolf Productions“ ist die schweizerische „Erotic Media“, die lange Zeit zum Beate Uhse Holding gehörte, bei „Pure Play Media“ beteiligt. „Erotic Media“ bringt jeden Monat zwei neue Titel auf den Markt. Mit dem europäischen Unternehmen „Private“ wurde ein exklusives Abkommen bezüglich der beiderseitigen Produktdistribution getroffen. „Pure Play Media“ übernimmt die Distribution der Private-Filme im gesamten nordamerikanischen Raum, während die Pure Play Media-Filme in Europa über die Netzwerke von „Private“ gehandelt werden. Zweieinhalb Jahre nach ihrer Gründung hat sich Pure Play Media zu einem bekannten Unternehmen in der Adult-Industrie entwickelt, das sich international positioniert hat. Inzwischen umfasst der Videokatalog des Unternehmens über 1000 Titel. Anfang 2005 wurde zusätzlich das Unternehmen Deep Star Broadcasting Systems, Inc. gegründet. Deep Star beliefert die Video on Demand (VoD)- Services verschiedene Kabelnetzbetreiber mit pornographischen Filmen. Mitte 2006 waren die Filme über den Betreiber „Cablevision“ bereits für 2,2 Millionen Haushalte abrufbar.

Quelle: AVN-Online, “Pure Play Media: The United Artists Of Adult”   01-01-2005

Digital Playground“ (Van Nuys, Californien) wurde 1993 gegründet, ursprünglich mit den Fokus auf Adult-CD-Rooms-Computerspiele, der sich dann bald auf die Produktion von Filmen und interaktives Material verlagerte. “Digital Playground” ist bekannt für seine qualitativen Produktionen und gilt als einer der Pioniere im globalen CD-ROM-Marketing und bei interaktiven Features. Besitzerin des Unternehmens ist Samantha Lewis. Sie begann bereits Anfang der 90er bei „All National Sales Video“ pornographische Videos zu vermarkten. Sie war – was zu dieser Zeit noch selten war – keine Darstellerin gewesen, sondern hatte über 8 Jahre im Immobilienbereich gearbeitet. 1994 übernahm sie das Marketing bei “Digital Playground” und wurde 1997 deren Vizepräsidentin. „Digital Playground“ hat durch beständige technische Innovationen und qualitative Filmproduktionen, wie z.b. „Pirate“ sein Image in der Branche gefestigt und wurde seit 1993 mit über 60 Awards ausgezeichnet. Die Produktlinie zielt erfolgreich darauf ab Frauen und Paare als Konsumenten zu erschließen. „Digital Playground“ produziert „DP Tonight“, eine Internet-Talkshow mit bekannten Persönlichkeiten und Pornostars der Branche, die als Live-Stream über ein Affiliate-Programm an über 600 Webseiten vermarktet wird. Das Unternehmen unterhält Geschäftskontrakte zu „California Exotic Novelties“ und hostet viele Webseiten bekannter Pornostars. September 2006 kam es zu einem weitreichenden Kooperationsvertrag mit The Erotic Networks(„TEN“), einem Tochterunternehmen der New Frontier Media, der TEN im Rahmen ihres Programmangebotes den Zugriff auf die Filmbibliothek von Digital Playground ermöglicht.

Die kalifornische “Elegant Angel Video“ wurde 1990 von Patrick Collins in Zusammenarbeit mit Stagliano als ein Tochterunternehmen von „Evil Angel“ gegründet, bis es sich 1996 als eine unabhängige Filmproduktion etablierte. Der Filmkatalog umfasste 2004 ca. 700 Titel und wird auf dem europäischen Markt durch die deutsche Firma „Sunset Media“ distributiert. Aus der Filmproduktion von „Elegant Angel“ sind eine Reihe von Personen hervorgegangen, die später eigene Studios oder Produktionsfirmen gründeten; so Rob Black, Tom Byron und Van Damage, die 1997 „Extreme Associates“ gründeten, Nicky Starks, Mitbegründer von „Darkside Entertainment” und Greg Alves, der nach seinem Ausstieg bei „Elegant Angel“ zuerst als General-Manager bei Metro arbeitete bis er „Zero Tolerance“ aufbaute.

Anabolic Video„, ein kalifornisches Pornofilm-Studio, wurde in der ersten Hälfte der 90er von den ehemaligen Pornofilm-Darsteller Christopher Alexander und seiner Frau Sue gegründet und gilt als einer der Pioniere im Segment der sogenannten Gonzo-Pornographie. Mit zunehmenden Erfolg wurde das Studio „Diabolic Video“ von Gregg Alan übernommen und eine Reihe branchenbekannter Regisseure wurden unter Vertrag genommen. Einer von ihnen, Vince Vouyer, verließ 2002 das Studio und gründete „Red Light District Video“ zu dem dann 2004 die innovativsten Regisseure von Anabolic wechselten.

Jill Kelly(Adrianne Moore) ist zusammen mit Bob Friedland Besitzerin der gleichnamigen Pornofilmproduktion “Jill Kelly Productions”. Sie galt neben Jenna Jameson als eine der weltweit populärsten Porno-Darstellerinen der 90er Jahre. Sie hatte seit Anfang der 1990er in einer Vielzahl von Hardcore-Filmen als Darstellerin mitgewirkt und war Mitbesitzerin der Videoproduktion „Jill Entertainment“, bis sie 2000 zusammen mit Friedland die „J.K.Productions“ gründete. Ihr Partner brachte eine fundierte ökonomische Ausbildung und das Kapital mit ein, sie das notwendige Insiderwissen der Branche. 2001 realisierte das Studio vier neue Filmproduktionen monatlich. 2006 musste die Jill Kelly Productions Insolvenz anmelden und wurde im April 06 für $1.7 Millionen von Penthouse aufgekauft. Die Vermögenswerte der J.K.Production beinhalteten über 400 qualitative Filmtitel und ca. 60 noch nicht realisierten Features. Jill Kelly hatte noch erfolglos versucht vor Gericht gegen die Übernahme ihrer Webseiten zu klagen. Diese generierten einen monatlichen Umsatz von $10.000 – $15.000, von dessen Gewinn sie 50% an Club Jenna Inc,, dem Seitenbetreiber, abführen musste.

Shane’s World ist ein 1996 gegründetes pornographisches Filmstudio, welches inzwischen eine Reihe von Webseiten betreibt. Das Unternehmen gilt als ein Pionier im sogenannten RealityPorn-Genre. Sie produzierten mit als erste Filmserien, bei denen Pornostars nicht nach durchstrukturierten Settings im Studio agierten, sondern „Outdoor“, im Rahmen interessanter Orte oder Veranstaltungen und filmten das Geschehen in einem dokumentarischen Stil ab. Bekannt wurde das Unternehmen 2003 mit der Produktion von „Campus Invasion“, wo Pornodarsteller auf arrangierten Parties mit Collegestudenten zusammentrafen. Durch den kommerziellen Erfolg und die mediale Aufmerksamkeit hat sich Shane’s World seitdem auf die Produktion dieser themenspezifischen Serien konzentriert. Anfang 2008 übernahmen sie das Unternehmen Hush-Hush Entertainment, mit denen sie sich vorher bereits Räume und Logistik geteilt hatten. Shane’s World hat neben vielen branchenspezifischen Awards (Best Gonzo/Best Couples Sex Series, etc.) von Sexuality.org den Award für „Most Sex-Positive Adult Company“ verliehen bekommen.


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