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Stripclubs in den USA

In den 1980er und 1990ern wurden mit Hilfe von Sperrgebietszonen viele der ursprünglichen Stripteasebars und Nightclubs in den traditionellen Rotlichtmilieus behördlicherseits geschlossen. Solche Verordnungen stellten bis zum Ende der 90er das bevorzugte Mittel der lokalen Behörden dar, um gegen das Rotlichtmilieu vorzugehen. So wurden in New York bis Mitte der 90er Jahre ein Großteil der Sexshops und Amüsierbetriebe geschlossen. Die  42. Strasse beim Times Square in Manhattan(New York), die einen ähnlichen Ruf  wie die Reeperbahn auf  St. Pauli hatte, wurde in der Amtszeit des Ex-Bürgermeisters Rudy Giuliani im Sinne einer familienfreundlichen Politik „gesäubert“. 2002 hat mit dem ‚Peep-O-Rama‘ der letzte Sexshop und Stripclub die Pforten geschlossen. Diese behördlichen Reglemtierungen haben teilweise zu einer Transformation dieses Genres geführt. Die neuen Clubs waren auf ein gut situiertes männliches Publikum ausgerichtet und boten ein dementsprechendes Interieur, gehobene Gastronomie und Seriosität des Personals. Neben den Hustler Gentlemen Clubs, stehen das an der Börse notierte „Rick’s Cabaret“ aus Houston und der in Dallas beheimatete „Million Dollar Saloon“ für diese Entwicklung. Zu dem Unternehmen „Rick’s Cabaret“ gehören insgesamt sechs Clubs, die jährlich 2 Millionen Dollar umsetzen. Zu den weiteren größeren Nightclub-Ketten gehören u.a. „Déjà Vu“ und „Spearmint Rhino“. Nach dem Forbes-Magazin soll die „Deja Vu Consulting“ 1998 im Besitz einer Kette von über 50 Gentlemen`s- und Strip- Clubs in den gesamten USA gewesen sein, bei einen Umsatz von $75 Millionen. Dave Manack von “E.D. Publications”, die das “Exotic Dancer Magazine” und das Magazin “Club Bulletin” publizieren, geht davon aus, dass die Adult Nightclub-Industrie in der gesamten USA einen Umsatz von  $15 Billionen macht und ca. 500.000 Angestellte beschäftigt. Die Zahl der Stripclubs in Nordamerika wird auf 2500 bis 3000 geschätzt. Jedes Jahr findet eine Messe in Las Vegas, die „Exotic Dancer Gentlemen’s Club Owner’s Expo“ statt.

Alleine in der kalifornischen Exotic-Dance-Industrie sollen 7500 Vollzeit-TänzerInnen und weitere 5000 Teilzeit-TänzerInnen beschäftigt sein. Dort soll es ca. 175 Exotic-Dance-Clubs geben, die insgesamt einen Umsatz von $1 Milliarde generieren, was dem Bundesstaat Steuereinnahmen in Höhe von $500,000 einbringt. Im Gegensatz zu den Prostituierten gab es bei den Stripteasetänzerinnen selten Ansätze zur Organisierung. Erst 1994, ausgehend vom „Lusty Lady Theater“, einer Peepshow in San Francisco, wurde die erste Gewerkschaft für Stripteasetänzerinnen gegründet, die „Exotic Dancers Union“. Im Sommer 2003 übernahmen die Stripperinnen das Lusty Lady. Sie kauften es ihrem vorherigen Arbeitgeber ab und organisierten sich als Kollektiv. Das Lusty Lady Peep Show Theatre in San Francisco war damit zum landesweit ersten und einzigen kooperativ geführten Unternehmen des sexuellen Entertainments geworden, wo die Frauen die dort arbeiteten gleichzeitig die Besitzerinnen waren.

Rick’s Cabaret“ ein Unternehmen aus der Nightclub-Branche, hat seit 2001 seine Aktivitäten auf das Internet ausgeweitet. Im Besitz des an der Börse notierten Unternehmens gehören sechs Nachtclubs in Texas und Minnesota in denen Striptease und gehobene Gastronomie angeboten werden. Desweiteren Clubs und ein Restaurant die zum Teil an Lizenznehmer verpachtet werden. Zu den Internetunternehmungen gehören mehrere Auktionsplattformen, die ausschließlich sexuell konnotierte und pornographische Artikel anbieten. Das Angebot wurde von der 2001 gestarteten Webseite „NaughtyBids.com“ auf insgesamt acht verschiedene Auktionsseiten, wie „pornauction.com“ und  „xxxauctionville.com“ erweitert(2003). Angeboten werden Photos, Videos, dementsprechende Kleidung und weitere Artikel. Nach Unternehmensangaben befinden sich auf der Hauptseite „Naughtybids“ zu jeder Zeit mehr als 10.000 Artikel in den aktuellen Angeboten. „Rick’s Cabaret“ hatte  im Austausch von ca. 40% der Aktienanteile des Unternehmens zwei umsatzstarke Webseiten von „Voice Media“(Cybererotica) erworben. Eine dieser Webseiten  “XXXpassword.com” hatte in einem Zeitraum von 11 Monaten einen Umsatz von $3 Millionen zu verzeichnen – über diese Seite bot „Ricks“ lizenziertes Material von „Voice Media Inc.“ an. Andere Internetaktivitäten, wie „dancerdorm.com“, die voyeuristischen Content aus den Stripclubs anbot wurden bis 2003 wieder eingestellt. Im Jahr 2000 hatte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von $12,7 Millionen, 2001 von $19,7 Millionen, bei einem Nettogewinn von 1,3 Millionen Dollar und 2003 einen Umsatz von $15 Millionen. „Rick`s“ beschäftigt insgesamt über 500 Angestellte. April 2008 übernahm Rick´s Cabaret mit ED Publications Inc. das führende Trader-Magazin der US-Nachtclub-Industrie. Damit ist der Holding neben seinem Kerngeschäft Besitzer von drei branchenspezifischen Trader-Publikationen, zwei jährlich stattfindenden Messen und über 25 verschiedenen Webseiten.

Die “Spearmint Rhino“-Stripclubkette umfasst knapp 40 Nightclubs, kombiniert mit Gastronomie, der gehobenen Kategorie, ca. 30 davon in den USA, 6 in England und jeweils einen in Australien und Russland(Moskau). Die Kette wurde 1989 von John Gray gegründet. In den „Blue Zebra“-Stripclubs, eine Tochterunternehmung der Firma, treten, begleitet von dementsprechender Promotion regelmäßig Pornofilmstars als Stripperinnen auf. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben über 2700 Mitarbeiter. Das Flaggschiff des Unternehmens in Europa, der Club in Tottenham(GB) soll alleine Wochenumsätze von bis zu 300.000 Pfund erzielen.  Laut dem Geschäftsgründer und Inhaber entspricht das Geschäftsmodell dem von Mc Donald : “We already have fast food, but the future is fast fantasy”

Die „VCG Holding“ betreibt eine Reihe von Gentlemen Clubs u.a. in Denver und  St. Louis/Illinois unter den Namen „PT´s“ und – unter einer Lizenzierungsvereinbarung mit Penthouse Media, die Penthouse Clubs. Neben dem Striptease gehören gastronomische Angebote zu den Dienstleistungen. Die Umsätze aus dem Verkauf von Alkoholika sollen 40% des Gesamtumsatzes ausmachen. Der Generaldirektor Troy Lowrie besitzt mehr als 60% der Aktien des VCG Holdings. Das Unternehmen beschäftigt 335 Angestellte(2004) und verzeichnete 2005 einen Gesamtumsatz von $17 Millionen, bei einem offiziellen Nettoeinkommen von $0,4 Millionen. Ende 2007 war die Anzahl der Beschäftigten bereits auf 1200 angestiegen. Die Performerinnen sind davon ausgenommen, da sie als Selbständige gelten. Sie zahlen dem Club eine Gebühr um diesen nutzen zu können und erzielen ihren Umsatz, laut Angaben des Unternehmens, durch die Tippgelder der Kunden.

In den USA, speziell in den Regionen von San Francisco und Los Angeles gibt es einen direkten kommerziellen Zusammenhang zwischen dem Gewerbe des Striptease und dem Genre des Pornofilms. Erfolgreiche Stripteasetänzerinnen erhalten oftmals Angebote aus der Pornoindustrie und bekommen oft den Tipp, dass sie weitaus mehr Geld beim Strippen verdienen könnten, wenn sie bei einigen Pornovideos mitspielen würden. Umgekehrt ist es für Pornofilmdarstellerinnen selten, wenn sie nicht periodisch als „Exotic Dancer“ auftreten. Bekannte Namen aus dieser Filmbranche sind Publikumsmagneten und versprechen den Lokalbesitzern volle Kassen während das Strippen für die Produzenten ein Bestandteil der Promotion und des Starkultes ist, welches den Bekanntheitsgrad der Darstellerin noch erhöht. Als Beispiele für diese Art von Strip-Lokalen, die nicht zu den großen Ketten gehören, können das „Venice Adult Theatre“ und das „Venus Fair“ gelten, die von Robert Stoller im Rahmen seiner Untersuchung exemplarisch ausgewählt wurden.

Das „Venice Adult Theatre“ ist eine Mischung aus Sex-Shop, Sex-Kino mit Life-Show, wo jeweils eine Woche lang eine Tänzerin auftritt bis sie dann von einer anderen in der nächsten Woche abgelöst wird. Bestimmte Pornofilmproduzenten arbeiten eng mit dieser Art von Strip-Shows zusammen und vermitteln vorzugsweise Neulinge, damit sie dort Erfahrungen sammeln können. Die Frau hat fünf Auftritte pro Nacht zu absolvieren, die jeweils ca. ½ Stunde dauern. Zwischen den Auftritten liegen 1 ½ Stunden Pause, die frei genutzt werden können. Die Tänzerinnen verdienten in der Woche 250 Dollar für das Tanzen, Tippgeld nicht mitgerechnet. Die überwiegend männlichen Gäste zahlen einmalig 5 Dollar Eintritt und haben damit ein Anrecht sich alle Auftritte, bzw. Filmveranstaltungen anzuschauen (Der Film, wie die Life-Show sind innerhalb einer Woche immer die gleichen). Für die Auftritte einer Nacht gibt es folgendes Formula : für jeden der fünf Auftritte gibt es einen eigenen Tanz und ein anderes Kostüm. Ein Bühnenauftritt dauert 20 Minuten, in welchem fünf Songs gespielt werden. (Die Musik wird von der Tänzerin ausgesucht) Im ersten Lied wird nur getanzt und nichts vom Körper entblößt, zum Ende des 2. Liedes muss die Frau allerdings nackt sein. Im dritten Song wird ein Stuhl als Requisit in den Tanz miteinbezogen, des weiteren die im Kreisrund obligatorische Chromstange. Bis inklusive des 5.Liedes hat sie sich tänzerisch nackt zu präsentieren, wobei die „Steigerung“ darin liegt, dass sie ab dem 4. Song zu breitbeinigen Posen übergeht und zum fünften Lied, auf kurze Distanz, direkt zu den Zuschauern, ihre Beine spreizt und ihnen einen vollen Blick auf ihr Geschlechtsorgan gewährt.

Das „Venus Fair“ in Nord –Hollywood ist ebenfalls eine Mischung aus Sex-Shop und Videokabinen, in denen bei Münzeinwurf für wenige Minuten zwischen einer Reihe von Pornofilmen ausgewählt werden kann. Daneben gibt es zwei Live-Sektionen. Einmal die „Live-Dance-Area“. Die Zuschauer können beim Kassierer oder bei einem Automaten ihr Geld gegen Coins im Gegenwert zu 25 Cents eintauschen und dann über insgesamt 12 Einzelkabinen die Live-Peep-Show betreten. Die Einzelkabinen sind hell erleuchtet und über einen Zwei-Wege-Spiegel optisch mit der Tanzfläche verbunden. Solange das Licht in der Kabine brennt, ist der Spiegel seitens des Zuschauers blind, die Tänzerin hat ihrerseits freien Einblick  in die Kabinen. Wenn der Mann den Automaten mit mindestens 4 Coins, im Gegenwert von einem Dollar füttert, geht das Licht in der Kabine aus und die Spiegelfläche gibt den Blick auf die Tänzerin frei während sie den Kunden dann nicht mehr sehen kann. Die Frau beginnt dann mit ihrem Striptease. Die Tänzerinnen dürfen sich während der Show nicht an ihren Brüsten und Geschlechtsorganen berühren und auch nicht direkt um Trinkgeld fragen, obwohl sie nach eigenen Aussagen, in der Regel zwischen 40-80 Dollar „Tipp“ einnehmen. Des weiteren gibt es die „Talk Booths“, insgesamt 3 Telefonkabinen mit einer massiven Glasscheibe zwischen Zuschauer und Tänzerin und einem Telefon auf jeder Seite. Die Männer haben ein Minimum von 10 Dollar für 5 Minuten zu zahlen. Danach kostet jede weitere Minute 2 Dollar, von denen die Tänzerin 50% erhält. Zur Abrechnung wird ein Button gepresst, der jede Minute zählt und dessen Zählerstand dann bei Schichtende mit den Notizen der Tänzerin verglichen  und abgerechnet wird. Der Mann erhält in dieser Zeit eine private Einzelvorführung eines Striptease und kann der Frau über das Telefon seine Wünsche mitteilen, oder sich einfach nur unterhalten. Ein Grossteil der Männer onaniert und ejakuliert bis zum Ende dieser Show. Tagsüber arbeiten 4 Frauen im Live-Bereich, zwei auf der Stripteasetanzfläche und zwei weitere in den Telefonkabinen. In der Nacht sind es insgesamt nur zwei, die dann beide Bereiche betreuen. Die dort arbeitenden Frauen können zwischen 100-200 Dollar pro Arbeitsschicht verdienen, wobei in dem Bereich der Telefonkabinen ihre Verdienstmöglichkeiten am größten sind.

Eine weitere Form des Striptease, mit einem direkteren Kundenkontakt, ist das „Lap-Dancing“. Die Performerinnen können oft ihre eigenen Kostüme und Musik mitbringen und ihre eigenen Tänze zeigen. Das Basisformula gibt alleine vor, dass der Tanz nach 2-3 Songs nackt enden muss. Die Besonderheit liegt in der Art und Weise wie sich die Tänzerinnen ihr Tipp-Geld verdienen. In den Pausen ziehen sie sich leicht an, Unterwäsche oder einen Badeanzug etc. und gehen dann in den Zuschauerbereich zu den Männern. Sie verdienen sich ihr Geld indem sie bei den, bzw. auf den Männern sitzen, von denen viele Stammgäste waren. Sie setzen sich auf ihren Schoß und reiben sich an ihm im Takt der Musik, flüstern ihnen „nette Sachen“ ins Ohr, umarmen und streicheln sie, allerdings ohne direkten Genitalkontakt und den Männern ist es verboten die Brüste oder weiblichen Genitalien zu berühren. Lap Dancing kam ursprünglich aus New York, wo es bereits in den 70ern im Melody Theater als besondere Form sexuellen Entertainments praktiziert wurde. Populär wurde es aber erst in den 80ern, nachdem Jim und Artie Mitchell es in ihrem San Franciscoer O’Farrell Theatre einführten. Bald darauf folgten andere Clubs ihrem Beispiel, zunächst in der Stadt, dann in ganz Kalifornien, bis sich innerhalb einer Dekade Lap Dancing als eine neue Form sexueller Unterhaltung im gesamten Land durchgesetzt hatte.

„I like it, and I don´t like it. I like it because they can´t touch you, and you don´t have to grind on them. But I don´t like it because those were twenty-dollar dances, and guys buy more lap dances than anything else. You made so much more money when lap dancing was around.”

Zitat: Stripteastänzerin  in Weitzer Ronald, 2000 : 214

Ab den 1990ern führten Clubbesitzer von den Tännzerinnen für jede Schicht Gebühren, sogenannte „stage fees“ ein, um so an den hohen Tippgeldern eine Beteiligung zu erlangen. Diese bewegten sich zunächst zwischen $10-15 und wurden, wenn auch widerwillig von den Frauen akzeptiert. Als Clubs 1993 begannen diese Gebühren auf $25 zu erhöhen, begannen sich die Tännzerinnen zu wehren und zu organisieren, was zur Gründung der „Exotic Dancers Alliance“, einer gewerkschaftlichen Organisation der Stripteasetänzerinnen, führte. Sie protestierten offiziell bei der San Francisco Labor Commission und versuchten einen rechtlichen Status als angestellte Arbeitnehmerinnen durchzusetzen, anstelle des von sogenannten unabhängigen Subunternehmerinnen. Die Kommission entschied 1995 zugunsten der „Exotic Dancers Alliance“ und verpflichtete die Clubbesitzer reguläre Löhne auszuzahlen. Diese Entscheidung führte zu einer Kettenreaktion. In anderen US-Bundesstaaten begannen sich die Frauen ebenfalls zu organisieren und Gerichtsentscheidungen in Oregon, Alaska und Texas fielen alle zugunsten der Frauen aus. Einzelne Tänzerinnen die auf rückwirkende Lohnzahlungen und Ersetzung der Bühnengebühren klagten, bekamen in der Regel vor den Gerichten Recht zugesprochen.

Anfang 1996 setzte eine Entwicklung ein, die diese Erfolge allerdings wieder zunichte machte. Clubbesitzer begannen das Konzept der Innenarchitektur ihrer Läden so zu verändern, das eine rechtliche Handhabe nicht mehr möglich war. Sie installierten eine Reihe von „private booths“, kleine Räume mit einer Plattform und einer Reihe von Stühlen, die mit Vorhängen und mittels der Beleuchtung voneinander abgegrenzt waren und setzten die Nutzungsgebühren für eine 8-Stundenschicht auf über $100 fest. Zeitgleich zu dieser Entwicklung wurde seitens der Polizei in San Francisco verschärft gegen die Straßenprostitution vorgegangen, während die sonst üblichen Kontrollen in den Strip-Clubs zum gleichen Zwecke unterblieben. Dies führte dazu das sich ein nicht unwesentlicher Teil des Straßenprostitution in die Lap Dancing-Clubs verlagerte. Die Frauen, die vorher ausschließlich Lap Dancing praktiziert hatten, waren unter diesen Umständen gezwungen sich auf weitgehendere sexuelle Interaktionen mit den Kunden einzulassen oder sich Lokale zum Arbeiten zu suchen, wo ausschließlich regulärer Striptease als Tanz angeboten wurde.

In dem Segment der Peep-Shows und des Table-Dance, allgemein beim Striptease, wo der Körper auf die eine oder andere Art und Weise einen Warencharakter haben, sind die Grenzen zur Prostitution traditionell fließend. Es gibt aber auch viele Frauen, die aus ihrem Selbstverständnis heraus als Tänzerinnen und Entertainerinnen arbeiten. Lap-Dancing ließ aufgrund des unmittelbaren Kundenkontaktes die Grenzen zwischen Prostitution und Exotic Dancing unscharf werden. In den 90ern kam diese spezielle Form des Entertainments in die öffentliche Diskussion und wurde in Folge 1997 in Kanada und auch in einigen US-Bundesstaaten verboten. Für viele der Frauen, die Lap-Dancing praktizierten, hatten sich seit dem Verbot die Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten erheblich verschlechtert. Im September 2003 wurde in Los Angeles das „Lap-Dancing“ verboten und im Mai 2004 ging die Polizei in San Francisco erstmals  im größeren Umfang gegen das Lap Dancing vor und verhaftete 9 Tänzerinnen und 3 Clubbesitzer wegen Ausübung, bzw. Förderung der Prostitution. Unter der neuen Gesetzgebung musste in Zukunft beim Strippen ein ‘Sicherheitsabstand’ von sechs Fuss eingehalten werden. Dieser Abstand muss nicht nur von den Lap-Dancern gewahrt werden, sondern auch von den ‘normalen’ Stripperinnen.. Somit  ist das Zustecken von Dollarnoten in den BH oder den String der Frauen , die einen beträchtlichen Zusatzverdienst der Stripperinnen ausmachten, nicht mehr möglich. Auf Verletzung dieses Reglements stehen 2500$ Geldstrafe und bis zu 6 Monaten Gefängnis.

Stoller Robert J., 1991, „Porn – Myths for the 20. Century”,  Yale University Press, New Haven, London

Weitzer Ronald (Hg.), 2000,  „Sex for Sale“, Routledge, New York, London

Lewis Perdue, “Eroticabiz: How Sex shaped the Internet”, 2003, e-book – http://www.eroticabiz.com/

http://www.ainews.com/Archives/Story5547.phtml




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