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Der Kabel-, Satellit-, und InternetPay TV- Markt (IPTV)

Namen und Zahlen, Zahlen, Zahlen..

Der Marktführer der Satellit-Provider, die „DirecTV Group Inc.” ist im  Besitz der „News Cooperation“ von Rupert Murdoch. Murdoch, wie auch die “ EchoStar Communications Corp.” bieten beide bereits seit mehreren Jahren XXX-Programme über ihre Netzwerke an. AT&T bietet den Kunden ihrer Breitbandkabeldienste einen Hardcore-Sexkanal an und ist im Besitz einer Firma die pornographische Videos für fast eine Million Hotelzimmer anbietet. Weitere Konzerne, die hohe Gewinnmargen aus dem Pornographiegeschäft erzielen, sind: Time Warner, Liberty Media, Marriot International, Hilton, On Command, LodgeNet Entertainment und die News Corporation.

Rupert Murdoch stellt mit seiner News Corporation einen der weltweit größten Medienkonzerne. Seine Karriere begann 1952 nach dem Tod seines Vaters, als er die Führung des väterlichen Medienunternehmens, das zu dieser Zeit aus zwei Zeitungen in Adelaide, u.a. der „News“, die dem Unternehmen den Namen gab und einem Radiosender bestand. In den nächsten Jahrzehnten erfolgten Übernahmen von Tageszeitungen, Magazinen und Fernsehstationen, zuerst in Australien, später dann in England und den USA. 1964 gründete Murdoch die erste nationale australische Tageszeitung, „The Australian“. 1972 übernahm er den „Daily Telegraph“ aus Sydney und stieg damit zu einem der drei größten Zeitungsverleger in Australien auf. Er erwarb auch einen australischen TV-Sender, scheiterte mit einer weiteren Expansion in diesem Segment aber an der australischen Gesetzgebung, die derartige Monopolbestrebungen im Medienbereich nicht zuließ. Ab Mitte der 60er expandierte Murdoch auf den britischen Markt mit der Übernahme der Zeitungen „News of the World“ und  „The Sun“. 1981 akquirierte er die Tageszeitung „The Times“. 1973 wurde er auf dem us-amerikanischen Markt aktiv und erwarb 1985 die Staatsbürgerschaft und weitergehend eine Reihe von Tageszeitungen und Magazinen. Murdochs us-amerikanischen Tageszeitungen unterstützten George W. Bush während der Wahlen 2000 und 2004.  Wie es bereits bei den Wahlen in England mit der Kandidatur von Margaret Thatcher deutlich wurde, unterstützt der Medienkonzern  deutlich neoliberale und konservative Positionen.

Rupert Murdoch ist Hauptaktionär und leitender Vorstand der News Corporation. Substantielle Teile dieses Medienimperiums sind das Hollywood-Film Studio 20th Century Fox und das US-amerikanische TV-Network Fox Television, das Murdoch 1986, nachdem er die US-Staatsbürgerschaft bekam, gründete. In der „Cable News“-Kategorie hat das Fox-Netzwerk den Konkurrenten CNN aus dem Feld gedrängt und hat inzwischen 78% mehr Zuschauer als der Rivale und betreibt 9 der 10 Top-Programme.1989 wurde die  Sky Television gegründet, die ihren Schwerpunkt auf dem britischen und  europäischen Markt hat. 1991 musste die zu dieser Zeit noch in Australien beheimatete „News Corporation“ einen Teil ihrer in den 80er Jahren erworbenen US-Publikationen wieder verkaufen um die Umstrukturierung des Satelliten-Netzwerk Sky Television und des ehemaligen Konkurrenten British Satellite Broadcasting zu BSkyB zu finanzieren.1990 gelang es Murdoch 40% von British Satellite Broadcasting, der bis dahin den britischen Pay TV-Markt dominiert hatte, zu erwerben und so das Unternehmen quasi zu kontrollieren. Inzwischen ist Murdoch über Sky Latin America auch auf dem lateinamerikanischen Markt aktiv. BSkyB hat jahrelang ausschließlich pornographischen Content für Drittanbieter über seine Kanäle angeboten. Inzwischen betreibt BSkyB einen eigenen pornographischen Kanal, den „18+ Movies“ und ist in engere Kooperation mit den Unternehmen getreten, die über das Netzwerk ihre Adult-Kanäle wie Sport XXX Babes, XXX Housewive und Playboy betreiben. 1993 kaufte Murdoch für $525 Millionen 63.6% des in Hong Kong beheimateten Satelliten-TV-Netzwerk „Star TV“ und ist seitdem mit einem Potential von ca. 100 Millionen Zuschauern auf dem asiatischen Markt präsent.

1994 expandierte der Konzern in den deutschen Raum und erwarb  49.9% des deutschen TV-Senders von Bertelsmann, verkaufte dieses Paket aber 5 Jahre später über die CLT-UFA für $340 Millionen an Bertelsmann zurück. 1999 kaufte die News Corporation über BSkyB einen  24% Anteil an dem deutschen Pay TV-Sender Premiere, der zu dieser Zeit noch von Leo Kirch kontrolliert wurde. Weiterhin besaß Murdoch 66% an TM3.

2003 übernahm die News Corporation einen 34% Anteil von „Hughes Electronics“ für $6,6 Billionen von General Motors und damit die Kontrolle über DirecTV, sowie 81% von „PanAmSat“ und „Hughes Network Systems“, dem weltweit führenden Provider von Breitband-Satellitennetzwerken. Mit  DirecTV, Amerikas größtes Satelliten-Netzwerk erreicht die News Corporation momentan 13 Millionen Haushalte und strebt bis 2010 zehn Millionen an. Seit dieser Übernahme ist Murdochs News Corp. über das Medium PayTV und deren Distribution an große Hotelketten an dem pornographischen Business in den USA im großen Stil beteiligt. Inzwischen bietet DirecTV  6 verschiedene pornographische Kanäle an (2005)

2004 verkaufte Murdoch über DirecTV den 80.5% Anteil an PanAmSat (29 Satelliten mit 2100 Programmen) an „Kohlberg Kravis Roberts“ für $4.3 Milliarden. Mit dem frei gewordenen Kapital wurde die Verlegung der Operationsbasis des Konzerns von Adelaide/Australien in die Vereinigten Staaten  und die Expansion in das Internetsegment finanziert. 2005 kaufte Murdoch das Unternehmen „Intermix Media Inc.“, den Betreiber von MySpace.com und anderen Social-Networking-Seiten für $580 Millionen. September gleichen Jahres wurde die „IGN Entertainment“ für $650 Millionen übernommen, 2006 folgte „Jamba“(Mobile-Entertainment) für $188 Millionen. Kurz vor der Übernahme von MySpace kündigte die News Corp. mit „Fox Interactive Media (FIM)“ die Gründung einer eigenen Internetplattform an. Zu dieser neuen Konzernformation gehören FoxNews.com, FoxSports.com und Fox.com. Anfang 2008 erwarb News Corp eine 19,9-prozentige Beteiligung am deutschen Pay-TV-Sender Premiere, die 2009 auf 39,96 % aufgestockt wurde. Laut Wikipedia stellen sich die aktuellen Konzernbeteiligungen der News Corporation auf dem Pay-TV- und Satellitenmarkt folgendermaßen dar: BSkyB – Großbritannien (36,8-prozentige Beteiligung), DirecTV Group – Nord- und Südamerika (33,9-prozentige Beteiligung), Sky Deutschland (bis Juli 2009 „Premiere“) – deutscher Bezahlfernsehanbieter (39,96%).

http://www.ketupa.net/murdoch1.htm#broadcast
http://de.wikipedia.org/wiki/News_Corporation

Ähnlich wie in Deutschland gibt es in den USA nur wenige Firmen, die die Distribution von pornographischen Filmen an die Hotelketten über Kabelnetzwerke bewerkstelligen. Die Versionen der Filme die in den Hotelketten der USA zu sehen sind, sind weniger explizit und entsprechen höchstens der XX-Version während Kunden in den Hotels in Übersee durchaus Hardcore-Material zu sehen bekommen. Die wichtigsten Unternehmen in diesem Segment sind „LodgeNet“ und „On Command“ (Spectravision),  die 2001 ca. 190 Millionen Dollar mit ihrem Angebot von pornographischen Filmen an Hotels verdienten. Bei beiden Firmen handelt es sich um Aktiengesellschaften. Marktführer ist die „On Command“, dessen Hauptanteilhaber, die „Liberty Media“, wird von John C. Mallone kontrolliert, Anteilseigner von 15% der Aktien von Rupert Murdochs „News Corporation“ und Aufsichtsratmitglied bei AT&T.  “On Command” bot ihren Service bereits 1999 für  835.000 Hotelzimmer an, bei einem durchschnittlichen Umsatz von $23 je Zimmer pro Monat, also $276 im Jahr, was auf einem Gesamtumsatz von über $230 Millionen hinausläuft. Über die Hälfte dieses Umsatzes soll mit pornographischen Filmen erwirtschaftet worden sein. Inzwischen ist On Command von LodgeNet übernommen worden.  Nach einem Bericht der „Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW)” aus dem Jahr 2004 sollen 40% der us-amerikanischen Hotels die Möglichkeit des Konsums pornographischer Filme angeboten haben. Pornofilme generierten ca. 90% des Umsatzes des „pay-per-view“-Verfahrens, der bei $190 Millionen gelegen haben soll.

Die Verbreitung von Breitband-Internetanschlüssen und schnellen Mobilfunkverbindungen ermöglicht immer mehr Verbrauchern, digitalisierte Inhalte direkt auf ihren Computer oder ihr Mobiltelefon zu laden. Verfügten im Jahr 2001 weltweit erst 30 Millionen Haushalte über einen schnellen Internetzugang, waren es 2005 bereits 187 Millionen. Diese Zahl wird der Studie zufolge bis 2010 auf 433 Millionen steigen. Im gleichen Zeitraum dürfte zu den 1,8 Milliarden Menschen mit Mobilfunkanschluss eine weitere Milliarde hinzukommen. Für Online-Abonnements (beispielsweise für Filme), Musikdownloads, Online-Spiele, E-Books und Glücksspiele gaben die Verbraucher im Jahr 2005 rund 19 Milliarden US-Dollar aus, 2010 werden es voraussichtlich rund 67 Milliarden US-Dollar sein. In nahezu jedem Bereich der Branche gewinnt der Kauf digitalisierter Inhalte über das Internet und andere virtuelle Vertriebskanäle an Bedeutung, während die Umsätze mit herkömmlichen, physischen Datenträgern wie CDs, DVDs oder auch Büchern sinkende Verkaufszahlen prognostiziert werden

Aufgrund dieser Markaussichten sind nicht nur die großen Telekommunikationsanbieter daran interessiert ihre Angebote im Rahmen eines „Tripple Play“ – einer gemeinsamen Plattform von Mobiltelefon, Internet und TV – dem Konsumenten als ein Servicepaket zur Verfügung zu stellen. Auch in der Sexindustrie findet zur Zeit ein intensiver Konkurrenzkampf statt, um sich auf diesen zunehmend globalen Markt günstig zu positionieren. Neben einer Anzahl von Übernahmen ist die Situation vordergründig geprägt von Joint Ventures und Networking mit kleineren Unternehmen der Branche, sowie Kooperationen mit Software-, e-commerce- und Hostingfirmen und den Multis der Internet-, Kabel- und Satellitenbranche, einerseits um über ausreichend qualitativen Content für den Endverbraucher zu verfügen und um diesen dann auf allen technischen Medien mit kombinierten Abrechnungsverfahren anbieten zu können. In diesem Zusammenhang finden 2007/8 in den USA die bisher größten Auktionen für Frequenzen von Wireless-Applikationen statt, die auf einen Gesamtwert von 20 Billionen US-Dollar geschätzt werden und die das Potential der verfügbaren Bandbreite in den USA für Wireless nahezu verdoppeln werden. Neben den großen Telefongesellschaften wie „Cingular Wireless“, „Verizon Wireless“ und „T-Mobile USA“ sind es die großen Kabel- und Satellit-TV-Konzerne, die zu den maßgeblichen Bietern dieser Auktion gehören. Ein Konsortium von „Sprint Nextel“, „Time Warner Cabl.“, „Comcast Corp“ und Cox Communication Inc“ bietet bereits mit $638 Millionen mit. Für die Kabelnetzwerkbetreiber bietet Wireless die Möglichkeit ihr sogenanntes „Tripple Play“ von TV, Telefon und Internet zu einem „Quadruple Play“ zu transformieren. Das höchste Gebot liegt seitens der Satellit-TV-Betreiber „DirecTV Group Inc.“ und „Echo Star Communication Corp.“ vor, die sich mit dem Joint Venture „Wireless DBS“ im großen Stil Zugang zum High-Speed-Internetmarkt verschaffen wollen. Ihr Gebot lag bei $973 Millionen. (Mai 2007)

Stoller Robert J., 1991, „Porn – Myths for the 20. Century”,  Yale University Press, New Haven, London

Pastötter Jakob, 2003, „Erotic Home Entertainment und Zivilisationsprozess“, Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden


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