17
Okt
08

„Adult-Webmaster“ – Geschäftsmodell für Kleinunternehmer ?

In den USA soll es 2002 ca. 100 000 Paysites mit Adult-Content gegeben haben. Global deren 400 000. Was den amerikanischen Markt betrifft, sollen ca. 1000 „echte“ Unternehmen und 9000 weitere Firmen, deren Status nicht näher definiert ist, ihren Umsatz aus diesem Bereich erzielen. Das Geschäft ist zwar fest in der Hand von wenigen großen Companys aber auch Amateuren und Semi-professionellen  bietet das Internet eine Möglichkeit mit Gewinnen, die theoretisch in der Spanne von einigen tausend bis Millionen Dollar im Jahr liegen. Ein Homecomputer, digitale Photo- und Filmkamera und Produktionssoftware, die auch auf Amateurlevel angeboten werden, ermöglichen das Erstellen einer solchen Webseite. Weitergehend gibt es Firmen die bereits für $200 einen Grundstock an pornographischen Inhalten liefern um einem Webprojekt die Startphase zu ermöglichen, so dass neben den Produktionen der regulären milliardenschweren Sexindustrie, gleichzeitig eine Vielzahl sogenannter „Mom and Pop-Productions“ existieren. Die Hoffnung auf das „schnelle Geld“ erweist sich bei vielen dieser Kleinunternehmer allerdings als Illusion. Nach einer Untersuchung von YNOT (Juni 2000) sollen die Hälfte aller us-amerikanischen Adult-Webseiten weniger als 20.000$ Umsatz im Jahr gemacht haben.

Der Einstieg in das Internet-Porno-Geschäft scheint einfach. Jeder kann eine einfache pornographische Seite für unter 1000 Euro oder Dollar betreiben indem er bei den dementsprechenden Anbietern eine CD-Room mit pornographischen Photos kauft und die Seite dann ins Netz stellt- was dazu führte, dass ein Großteil dieser Webmaster den gleichen oder zumindestens austauschbaren Content gleicher Qualität benutzte. Laut „YnotMaster.Com“ liegen diese Kosten mindestens bei ca. 200$ für Photo-CDs mit einigen hundert Bildern und 800$ für lizenzierte Videoclips monatlich oder 400$ wöchentlich für exclusiven Videostream, plus der Kosten für die zusätzliche Bandbreite.  Bestimmte Firmen bieten bereits fertige Webseiten zum Verkauf an. Eine einfache Webseite mit Photos und Bannern kostete ca $3500, für knapp $5000 wurde eine Webseite inklusive Video-Streaming angeboten. Eine Seite mit einem kompletten e-commerce-Service, also mit zugehöriger Software für die Zahlungsabwicklung via Internet und weiterführenden interaktiven Diensten, lag allerdings bereits in der Preisklasse von knapp $35 000 (Anbieter: „Tiarra Corporation“) Bei der Produktion qualitativ hochwertiger Adultseiten, sogenannten „premium products“ sieht das Kostenverhältnis schon völlig anders aus. Das aufgewendete Kapital einiger Betreiber von amerikanischen Webseiten mit einem derartigen Anspruch bewegte sich zwischen 50 000 – 290 000$. Die größten Kosten entstehen dabei, neben dem Kauf der notwendigen Bandbreite, durch die Produktion von eigenem Orginalmaterial. Ein Photoshooting mit einem Pornostar kostet bis zu 500$ pro Tag. Die Kosten einer Filmproduktion können schnell über 10 000$ anwachsen. Das gesamte technische Equipment und die Filmcrew muss angemietet werden, dazu die Kosten für die Agentur, die für die Darsteller sorgt und die Gagen für die Akteure. Die Installation eines Live-Video-Systems – einer Mehrzahl von Web-Cams, die Anmietung dementsprechender Räume, die Gagen der Darsteller und die notwendige Software für den e-commerce und die interaktiven Funktionen können ein Startkapital von bis zu 60 000$ nötig machen. So sind die wirklichen Verdiener im Adult-Internet-Business in der Regel diejenigen, die bereits Verbindungen zur Sex-Industrie haben, bzw. innerhalb dieses Gewerbes auf das Internet umgestiegen sind, beispielsweise Print-Magazine mit eigenen Portefolios, Filmproduktionen mit einem Grundstock an Pornomodellen oder Telefonsex-Anbieter die auf die dementsprechende Logistik und Personal zurückgreifen können.

„Porn and Politics in a Digital Age“, Nicholas Confessore http://www.salon.com

In den 80er und 90ern war der Start-up einer kostenpflichtigen Porno-Webseite hauptsächlich eine Frage der Quantität des angebotenen Materials. Ein Webmaster konnte einen Satz von einigen tausend Bildern von einem Händler leasen oder kaufen und auf seiner Webseite mit Video-Clips kombinieren. Viele der „Teens” oder “Asians“-Seiten funktionierten nach diesem Muster und die größten Affiliate programme bauten auf diesem Typus von kostenpflichtiger Webseite auf. Seiten wie CyberErotica.com dominierten lange Zeit diese Branche. Inzwischen hat aber die quantitative Vermarktung viel an Effektivität verloren. Seitdem neben den schon lange bestehenden „Newsgroups“, peer-to-peer-Netzwerke wie „Kazaa“ dazu übergegangen sind Pornovideoclips und Bilder en masse frei anzubieten, verlieren Webmaster, die keinen eigenes, qualitativ hochwertiges Material anbieten können, zunehmend ihre Kundschaft. Webmaster von konventionellen  pornographischen Seiten im unteren Einkommenssegment werden  somit zunehmend auf die Affiliate-Netzwerke der Majors angewiesen sein, um ihr finanzielles Auskommen zu sichern. Eine Perspektive stellen die sogenannten Nischensegmente dar ( Amateur, Gothic, BDSM, „Rough Sex“, etc.), wo einerseits nur das Verlangen des Konsumenten an „Außergewöhnlichen“ und „Authentischen“ befriedigt wird, sich aber auch emanzipatorische Tendenzen der Swinger- und BDSM- und anderer Communities auf den pornographischen Markt ausgewirkt haben. In diesem Bereich ist eine zunehmende Tendenz zum Networking zu beobachten, während andererseits Produzenten herkömmlicher Mainstream-Pornographie dazu übergegangen sind Nischen zu covern indem sie die Modelle dem entsprechenden Dresscode gemäß einkleiden und das Interieur darauf abstimmen, das alte Produktions-Formula aber beibehalten.

Viele Webmaster bieten Ersteinsteigern einen begrenzten freien, oder günstigeren Zugang zu ihren Seiten, bei Angabe der Kontaktinformationen und der Kreditkartennummer – in der Regel auf 3 oder 7 Tage begrenzt. Wenn der Kunde dann aber nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit seine Testmitgliedschaft annulliert, wird der volle Mitgliedsbeitrag für einen Monat fällig (ca. 30$). Diese Geschäftspraxis der fortlaufenden, zahlungspflichtigen Mitgliedschaft stellt eine der Haupteinnahmequellen dieser Industrie und funktioniert faktisch genauso wie der Kundenfang mit kostenlosen, bzw. günstigeren Probeabonnements von Zeitungen, mit dem kleinen aber wichtigen Unterschied, dass bei der Zahlungspraxis via Web über Kreditkartennummer, die Kreditkartenunternehmen durch ihre Gebühren im nicht unerheblichen Maße an diesem Geschäft mitverdienen. Neben der Zugangsmöglichkeit über einen „Member-Bereich“, den man durch Bezahlung eines monatlichen Mitgliederbeitrages (Abbuchung über Kreditkarte) und Passwort online besuchen kann, setzt sich zunehmend das „Pay-per-View-Verfahren durch, wo der User ohne weitere Verpflichtungen nur für ein Produkt seines Interesses zahlt. Dies kann ein Videostream sein, zeitlich gestaffelte Ausschnitte einer DVD, eine Webcam incl. Chat oder eine exclusive Photoserie.


Der Besitzer von Cybererotica schätzte im Jahr 2001, das ca 20% des Traffics aller kostenpflichtigen Webseiten von unauthorisierten, nichtzahlenden Surfers kam, die gestohlene Passwörter verwendeten. Es gibt eine Anzahl sogenannter „Passwort-Seiten“ die Usernamen und Passwörter, die entweder gehackt oder aber von jemanden weitergegeben wurden der sich regulär zahlend Zugang verschafft hat, veröffentlichen. Dieses Problem, das fast ausschließlich nur pornographische Webseiten betrifft, kann ein kleineres Webseitenprojekt in den Konkurs treiben, da neben dem Verlust von Mitgliedsbeiträgen, bei exzessiven Surfen erhöhte Kosten für die zur Verfügung gestellte Bandbreite entstehen, die nicht amortisiert werden. Reagiert wurde mit der Entwicklung von Software, die den Zugang über gestohlene Passwörter einschränken. Diese Programme überwachen die einkommenden IP-Adressen und blockieren den betreffenden Account wenn sich über den gleichen Usernamen und Passwort verschiedene IP-Adressen anmelden wollen.


Bei der hohen Anzahl von Porno-Webseiten können deren Betreiber nicht mehr automatisch davon ausgehen, dass ihre Seiten gut besucht werden. Sie sind also auf Werbung angewiesen, die ihnen eine hohe Anzahl von Besuchern, auch „traffic“ genannt, sichert. Diese Paysites haben Geschäftsmodelle entwickelt in welchen sie Betreibern von Homepages und anderer Webseiten für die „Clicks“ (Mausclicks auf ihre Bannerwerbung), die dann direkt auf ihre Seite führen, bezahlen. Für viele Seiten deren Betreiber nicht ausreichend Kapital für eigenen Content und e-commerce-Software haben, hatte sich daraus ein z.T. lukratives Geschäft entwickelt. Sie bieten auf ihren Seiten eine Anzahl von freien Photos, die sie aus dem Netz gezogen haben, gemixt mit einigen Artikeln, an – während der hauptsächliche Inhalt ihrer Seite nur aus aufgelisteten Bannern besteht, deren Clicks sie sich dann von den Paysites bezahlen lassen. Dieses Geschäftsmodell hat aber bereits nach wenigen Jahren aufgrund zunehmender Konkurrenz, aber auch wegen unseriöser Methoden, an Attraktivität verloren. Laut der Firma MediaMetrix sind die Click-through-Raten von durchschnittlich 1% zu 1,5% im Zeitraum 1997-1999 auf 0,2 zu 0,33 im Jahr 2001 gefallen. Die Raten für Bannerwerbung sind ebenso gefallen, während  Mitte der 1990er ein Banner pro tausend Clicks noch 70$ kosten konnte, waren es bereits 1999 nur noch die Hälfte. Es gibt Unternehmen wie „SplitInfinity“, „WebSideStory“ und „SexHound“ die sich auf Clicking- und Counter-Software spezialisiert haben. „Counter“ – Zähler, sind insofern wichtig geworden, da die Attraktivität einer Webseite oftmals nicht mehr an ihrer wirklichen Qualität, sondern an der Hitliste, dem quantitativen Traffic gemessen wird. Dies hat dazu geführt, dass inzwischen in einem nicht unbeträchtlichen Maße – und langfristig zum Schaden der Adult-Industrie – hohe Umsätze mit der Manipulation des „Click- through“ und der Hitlisten gemacht werden. Da gibt es versteckte Clicks, zwei-bis dreifach-Clicks, vorprogrammierte „Linking-Zirkel“, die den Surfer innerhalb einer kleinen Gruppe von Seiten festsetzen. So können durch das „Click-through“ ansehnliche Geldbeträge zustande kommen und die betreffende Seite steigt in der Hitliste auf. Nach Einschätzung von Insidern des Adult-Webbusiness sollen bis zu 30% der 100 Topsites nichts anderes machen, als ihre Besucher über das „Clicking“ auszutricksen um „Hits“ zu erzielen.

http://archive.salon.com/21st/feature/1997/12/cov_01feature.html

Damit Pornoseiten Profit abwerfen, muss der Webmaster weitaus mehr tun als eine Domain anmelden, Content produzieren oder einkaufen, die Seite designen oder designen lassen und regelmäßig aufzufrischen. Zu den weiteren Geschäftspraktiken gehört neben den notwendigen Url-Eintrag bei allen wichtigen Suchmaschinen, der Einkauf von Traffic beispielsweise über einen kostenpflichtigen Eintrag eines relevanten Suchmaschinenbegriffs (z.b. High Heels oder Cheerleader) via „Click Through“ (8-11 Cent per Click) oder eine weitergehende Vermarktung über Firmen, die sich auf den Adult-Sektor spezialisiert haben wie „Traffic Dude“ oder „Detour Interactive“. Fast alle Suchmaschinen bieten Unternehmen die Möglichkeit einzelne Schlüsselwörter zu „kaufen“, die dann im Zusammenhang mit einer kombinierten Banner- und kommerziellen Linkwerbung, sowie im Listening eingesetzt werden können. Walt Disney beispielsweise kauft seinen Firmennamen und etliche weitere Schlüsselwörter und Charakternamen, wie „Entenhausen“ oder „Daisy“.


Ein weiterer Teil des Traffics wird über sogenannte Konsolen generiert, dies sind Fenster die aufpoppen wenn ein User die Webseite verlässt. Der Inhalt dieser Konsolen reicht von Bannerwerbung bis zu pornographischen Bildern, die auf ein weiterführendes kostenpflichtiges Angebot verweisen. In der Regel werden mehrere Konsolen verwendet, die den Kunden jeweils auf verschiedene Themenbereiche (Gay, Lesben, Teens, BDSM, Asian, etc.) verweisen, umso die Chancen zu erhöhen, dass der Kunde sich auf eines der zahlungspflichtigen Angebote einlässt. Eine weitere gebräuchliche Praxis den Traffic zu erhöhen ist es mehrere Free-Sides zu schalten, die alle auf das kostenpflichtige Webangebot verweisen.


Außerdem können Webmaster Werbekampagnen über Mail schalten lassen, allerdings keine Spam-Werbung, die eher kontraproduktiv wirkt, sondern Kampagnen, die sich auf klar definierte Zielgruppen beziehen. Firmen wie „Naughty Mail“ bieten ab 2500$ über 100 Listen verschiedener Zielgruppen von Internetpornokonsumenten an, die auf diese Art angesprochen werden können. In diesen Mailadress-Katalogen werden nur Personen aufgenommen, die von sich ausgehend, auf eine Anfrage-Mail eine Bestätigung-Mail zurückgesandt haben. Diese gesicherten Kundendaten werden mit bis zu 2$ pro Adresse gehandelt.


Aufgrund des Erfolgs vieler Amateur- und Alternaporn-Seiten, wo ein direkter Kontakt zwischen Usern und denjenigen die sich als Modelle präsentieren, besteht, sind viele Firmen dazu übergegangen den Usern auf ihren Webseiten die Möglichkeit der Interaktion mit regulären (oder virtuellen) Modellen via Chat und Mail zu geben. Viele Webmaster schließen inzwischen Geschäftskontrakte mit Firmen wie AEBN(Adult Entertainment Broadcast Net) ab. AEBN repräsentiert über 300 Studios und bietet eine große Auswahl an qualitativen Inhalten. Aber vor allem ist AEBN Markführer im Video-Demand-Verfahren und bietet die Möglichkeit Content in das Pay-per-View-Verfahren einzubinden. Dieses Verfahren erlaubt dem User, ohne monatliche Mitgliedsgebühr im Minutentakt nur das zu bezahlen was er sich gerade anschauen will. Viele Webmaster kombinieren inzwischen die Modelle „Pay-Side“ und „Pay-per-View“ und es ist gut möglich das sich dieses Verfahren als Bezahl-Modell gegenüber anderen Möglichkeiten im Internet in den nächsten Jahren durchsetzen wird.


Patent-Portefolios –  Ein neues Betätigungsfeld für Juristen


Auf dem US-Markt zeichnet sich eine Entwicklung ab, die in Zukunft auch in Europa viele Unternehmen betreffen und einer beträchtlichen Anzahl von Juristen ein neues Arbeitsfeld bieten wird. Firmen, die im Besitz von Patent-Portefolios und einer gut ausstaffierten Rechtsabteilung  sind,  haben es zu ihrem Geschäftsmodell gemacht Firmen aus den High Tech- und Kommunikationsbranchen und dessen Nutzern zur Abgabe von Lizenzgebühren zu zwingen. Eine dieser Firmen, die in den USA  mit dementsprechenden Forderungen an Unternehmen des Online-Bereiches herangetreten ist , ist die „Acacia Group“. Die „Acacia Technologies Group“  kontrolliert 29 Patentportefolios, die insgesamt 126 US-Patente mit einschließen. Diese Patente betreffen u.a. das Audio/Video-On-Demand-Verfahren, Kryptographie, die Ton- und Videosynchronisierung, Abrechnungssysteme via Kreditkarte und die Anmeldung in drahtlosen Internetzugängen. Zu den Unternehmen, die bereits mit Forderungen von Acacia konfrontiert wurden, gehören die Mediengruppe Bloomberg und die New York Times, auch Unternehmen, die mit der Online-Pornographie erhebliche Umsätze erzielen, sind betroffen. Acadia hält 5 US-Patente im Bereich der Digital Media Transmission (DMT)-Technologie, die die Downloading-, Streaming- und On-Demand-Verfahren von Audio und Videodateien im Internet betreffen. 2003 hatte Acadia gegen 21 Unternehmen der Online-Pornographie Prozesse wegen dem Patentrecht angestrengt. 27 weitere Unternehmen hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf Vereinbarungen mit Acadia eingelassen, die zwischen 1-2 Prozent des Gesamtumsatzes der Unternehmen für eine Lizenzierung ihrer Patente einforderten. Zu diesen Unternehmen gehören „LodgeNet Entertainment Corporation”, ein Hotel-Video-on-demand-Service, das Adult-Webmaster-Affiliate-Programm „CECash“, sowie „Babenet“.


Während die größeren Unternehmen der Branche freiwillig 2% ihres Bruttoeinkommens für Lizenzgebühren hergeben, vor allem um die ungleich höheren Prozesskosten mit diesem Unternehmen zu vermeiden, gibt es u.a. bei Internetaktivisten und einzelnen Adult-Webmastern den Ansatz sich gegen diese Forderungen zu organisieren. Auf dem Info-Board der Webseite Ynotmasters.com war von einer „Fight The Patent Foundation (FTPF)” die Rede, einer gemeinnützigen Organisation, mit dem Ziel den einzelnen Webmastern mit Rechtsbeistand zur Seite zu stehen und eigene, Non-Profit-Patent-Portefolios zu entwickeln. Eine andere Organisation, die„Electronic Frontier Foundation (EFF)“ hat eine Top-Ten-Liste von Patenten aufgestellt, die sie für besonders absurd und schädlich hält und ficht besonders strittige Patente auf eigene Kosten an.. Das »Einkaufen mit einem Klick« gehört dazu, das der Internet-Buchhändler Amazon für sich beansprucht, das „Pop-up-Fenster“, der „Hyperlink“, der „Online-Einkauf mit einer Kreditkarte“ und der von Acacias beanspruchte „Versand von Videos über eine Datenleitung“ stehen auf dieser Liste. Inzwischen ist Michael Goldberg, der Generaldirektor der “New Destiny Internet Group”, die u.a. “homegrownvideo.com” betreibt, einer der führenden Personen die die Interessenvertretung und den Rechtstreit gegen das Patentportefolio-Unternehmen „Acacia Technologies” wahrnimmt. Im Zuge dieser juristischen Auseinandersetzung initierte er die Gründung der „Internet Media Protective Association“ als eine Lobby-Organisation des Internet-Sexbusiness.


Außerhalb der USA ist die Rechtslage häufig unübersichtlich. In den zuständigen Gremien der Europäischen Union sind die Richtlinien über die Patentierbarkeit „computerimplementierter Erfindungen“ umstritten, es scheint aber absehbar zu sein, das den Patentrechtlern der Weg geebnet wird. Damit könnten Firmen wie Acacia dann auch in Europa ihre Rechtsansprüche geltend machen. Erste Vorprüfungen der Rechtslage soll Acacia bereits bei Pay-per-View-Kanälen und den Hersteller von Mobiltelefonen, die Videos übertragen können, in Auftrag gegeben haben. Sie können dabei mit politischer Rückendeckung der USA  rechnen, die bei den internationalen Konferenzen und WTO-Verhandlungen zu den radikalsten Verfechtern des Schutzes geistigen Eigentums über Landesgrenzen hinweg gehören.

http://www.FightThePatent.com.

DIE ZEIT 24.02.2005 Nr.9, Thomas Fischermann

http://de.wikipedia.org/wiki/Softwarepatent

http://www.germany.fsfeurope.org/index.de.html


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